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Was bewegt, was gibt Hoffnung, wofür beten Sie?

Schicken Sie gerne kurze Einblicke und Gedanken, gerne auch mit Foto an: internetag@kleiner-michel.de
Die Redaktion wird wie immer die Beiträge sichten, zusammenstellen und gegebenenfalls kürzen.

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Meine Wege  (6. Mai 2020)

Moin! :) 

manchmal laufen Dinge nicht wie geplant. Ein Lied dazu:

Meine Wege sind nicht deine Wege
Meine Gedanken sind nicht deine Gedanken  (Je 55:8-9)
Link: https://www.youtube.com/watch?v=WgIxvH2SBec  

Herzliche Grüße,
Josma Rodrigues

 

 

Gruß in der Osterzeit  (22. April 2020)

 


 

 

 

 

(Grafik und Text: Wolfgang Kern)

 

 

Neue Zeitrechnung CORONA  (14. April 2020)

Eigentlich verlief an diesem Ostersamstag alles ganz normal: organisieren, einkaufen, backen, dekorieren, verzieren usw. …

Es wurde Nachmittag, es wurde Abend und da kam es so langsam ins Bewusstsein, dass gar nicht ALLES so normal, so üblich und gewohnt, so selbstverständlich und vertraut, sondern sehr anders und besonders sein würde.

Nicht mit dem Geruch etlicher Osterfeuer in der Nase rechtzeitig zur Osternachtmesse aufbrechen, nicht die Ruhe in der noch dunklen Kirche in sich aufnehmen, nicht unmittelbar den Einzug von Pfarrer und Messdienern unter dem Ruf „Lumen Christi“ erleben, nicht einer Auferstehungsmesse beizuwohnen mit wunderschöner Musik und dem unvergleichlichen und vor überbordender Freude erschallenden Gesang und der Musik „Halleluja, Jesus lebt“ der Gemeindemitglieder aus Togo als Abschluss.

In diesem Jahr alles gestreamt auf dem PC.

Was blieb, war die Gewissheit, dass es nächstes Jahr anders sein wird und die Vernunft sich durchgesetzt hatte.

Diese Gewissheit lässt mich nachdenklich darüber werden, wie selbstverständlich nicht nur ein Auferstehungsgottesdienst, sondern jeder Sonntags- und Feiertagsgottesdienst von uns genommen wird, zu dem wir nicht nur gehen können, sondern dürfen und es doch für so viele Menschen bspw. im Irak, in Ägypten, in Nordkorea oder in China nicht selbstverständlich ist oder nie war und vielleicht nie sein wird. Menschen, die mit großer Phantasie und Kreativität im Geheimen ihre Gottesdienste in ihren Häusern feiern, weil die Kirchen zerstört wurden. Mit der Gewissheit, dass alles anders wird, fühle ich große Dankbarkeit, nun nur ein einziges Mal diesen Gottesdienst über den PC erlebt haben zu dürfen.

(Alexandra v. Polier)

 

 

Vergiss nie ...  (13. April 2020)

 

 

 

 

 

 

 


Ich bin sehr dankbar, dass ich die Gottesdienste in diesem Jahr zu Ostern im Hintergrund als Küsterin mitfeiern durfte und gehöre vermutlich zu den privilegiertesten Menschen in Hamburg, hoffe aber auch, durch meinen Dienst etwas für alle beigetragen haben zu können.

2011 durfte ich das erste Mal als Sakristeidienst die Christmette mit Herrn Kittlaus vorbereiten.

Während der Messe saßen wir im Chorumgang hinter dem goldenen Tor des damals noch nicht umgebauten Kleinen Michel – für den Fall (der allerdings nicht eintrat), dass noch irgendetwas gebraucht würde. Es war dunkel, vollgestellt mit allem Möglichen, Putz und Wände dringend renovierungsbedürftig und draussen in der Kirche und nebenan im Altarraum feierten Gemeinde und Priester Weihnachten. Ich war schwer enttäuscht. Nach dem Aufräumen ging ich geknickt zur S-Bahn. Auf dem Weg traf ich eine polnische Freundin, die mich in den Anfängen begleitet und eingeführt hatte in die „katholische Welt“ in Hamburg. „Na, die haben dich ja gut im Griff“ meinte sie leicht ironisch. Dann überreichte sie mir eine kleine geschnitzte Holzfigur, die die Heilige Familie darstellte, mit den Worten „Frohe Weihnachten und vergiß nie, wofür du das machst.“

Seitdem steht die Figur bei mir auf einer Holzkommode neben einem Weihnachtskaktus. Der blüht immer im November und manchmal im Frühjahr ein zweites Mal. Dieses Jahr hat er nur zwei Knospen gebildet, direkt dort wo die kleine Figur steht und gestern am Ostermorgen waren sie voll aufgeblüht. Das hat mich sehr gefreut und ich habe mich zurückerinnert. Vergiss nie, wofür … Danke.

(T.B.)

 

 

Seht, ein Licht  (12. April 2020)

Die Messe der Osternacht verfolgten wir im Streaming aus dem Kleinen Michel. Schön war's und zu gern hätte ich mich in die Kirche geschlichen, aber es gilt leider noch immer das Messe-Fasten, das sich anfühlt, wie eine Art religiöse Durststrecke. Für alle. Ich stelle mir vor, dass es sich für unsere Priester zumindest komisch anfühlt in die leeren Bänke zu sprechen und zu singen; es verlangt ihnen sicherlich einiges ab. Danke dafür!

Und schmunzeln musste ich über den quasi für uns alle mitsummenden Kameramann. Vielen Dank für Bild und Ton!

Und dann, weil nur Sofa alleine uns religiös zu wenig war, sind wir heute früh, mitten in der Nacht, aufgestanden und sind rübergelaufen, zum Altonaer Balkon. Nachtwache. Wir hatten alles dabei, Decken, Sitzkissen, Extrajacke, Handschuhe,  belegte Brote, eine gesegnete Kerze, bunte Ostereier und natürlich eine große Kanne Kaffee!

Zuerst war da schwarzer Himmel, Sterne und der Mond. Und unsere Hoffnung.

Wir saßen mit Blick über den Hafen und haben auf den Sonnenaufgang gewartet, auf das Licht, das Osterereignis. 

Es wurde langsam heller, blau, rot, violett. Und dann ging unser Stern auf, unsere Sonne, gleißend hell, leuchtend, herzerwärmend.

 

Wir wünschen allen in unserer Gemeinde einen schönen Ostersonntag!

(S:+P. Herbst)

 

 

Gott in allem suchen und finden  (10. April 2020)

 

 

Auf einem Spaziergang erblickte ich diesen Baum. Gerade noch in Gedanken versunken, wurden mir in diesem Moment der blaue Himmel und der beginnende Frühling bewusst. Ich blieb stehen, nahm die Farben, das Licht, die Schönheit der Schöpfung ganz intensiv wahr. Freude und Dankbarkeit stiegen in mir auf.

Beim Weitergehen erblickte ich an diesem Baum ein Schild und las: 

 


 … und nun hörte ich auch die Vögel singen. Da war ein Zwitschern,  ein Hin und Her im Rufen und Antworten, eine Vielfalt an Tönen drang an mein Ohr. Die Freude über  diesen Augenblick  breitete sich in mir aus ... und ich dankte dem Unbekannten, der durch seinen Hinweis in mir dieses Erleben angestoßen und ermöglicht hat.

Noch von dieser Freude erfüllt, kam mir beim Weitergehen die Frage: Wie oft wohl laufe ich an den Hinweisen Gottes unbeachtet vorbei, weil ich zu beschäftigt bin, nicht aufmerksam genug, weil ich mir keine Zeit nehme?

So entschied ich, Achtsamkeit neu einzuüben: Ich plane Zeiten ein, in denen ich Augen, Ohren, alle Sinne öffne, um Gottes Spuren in dieser Welt und in meinem Leben zu finden.  Auf neue Entdeckungen freue ich mich schon jetzt.

(Gisela Rutz)

 

 

Gottesberührung  (9. April 2020)

Manche kennen die Erfahrung, dass sich ein Wort, ein Satz, eine Musik, ein Buch, ein Film, ein Bibelvers, ein Kunstwerk oder ein Bild dem Herzen einprägt, um dort etwas lebendig zu halten, das mit eigenen Worten gar nicht so leicht auszudrücken ist. Ein Gefühl, eine Ahnung, eine Idee, einen Gedanken, eine Veränderung des Herzens …

Ich weiß nicht, ob der Himmel niederkniet, wenn man zu schwach ist, um hinaufzukommen?

Vielleicht ist mir dieser Satz der Schriftstellerin Christine Lavant deshalb schon lange so präsent, weil er mich erahnen lässt, was Jesus uns am Gründonnerstag verspricht, wenn er niederkniet, um den Jüngern die Füße zu waschen - nämlich dass wir Anteil am Leben Gottes haben können, wenn wir uns nur von ihm berühren lassen. Auch dann noch, wenn wir einsam, verunsichert oder traurig sind.

Ich weiß nicht, ob der Himmel niederkniet, wenn man zu schwach ist, um hinaufzukommen?

Dieser Satz erzählt von einem Menschen, der sich nach dem Himmel sehnt - nach einer besseren Welt, in der alle Menschen sich wohl fühlen können. Von einem Menschen aber auch, der sich selbst als zu schwach erlebt, diesen Zustand zu errichten und der sich, wenn er auf unsere zerrissene Welt schaut, vielleicht fragt, ob es diesen Ort seiner Sehnsucht überhaupt geben kann. Und auch, ob es diesen Gott gibt, der uns Frieden verspricht.

Und dann ist da von einem Himmel die Rede, der niederkniet - von einem Gott, der sich freundlich und eigentlich unfassbar zärtlich seinen Menschen zuwendet, um ihnen nahe zu sein.

Dieses Niederknien Gottes haben die Kirchenväter mit dem Satz ausgedrückt: Gott ist Mensch geworden, damit der Mensch vergöttlicht werde.

Eigentlich ist das unglaublich - wir sind nicht nur menschlich, sondern auch etwas göttlich. In jedem von uns ist göttliches Leben. Und wir können etwas von dem, das Gott selbst ist, in der Welt und für andere sein. Das ist ein Versprechen und eine sehr große Würde.

Bei allem, was uns in dieser Welt - auch mit Blick auf Karfreitag - ängstigen kann, machen viele Christen bis heute die Erfahrung, dass sie dieser Botschaft von der Gottesberührung glauben und in ihr Trost finden können. Und manche machen eine erstaunliche Entdeckung, von der Frère Roger oft gesprochen hat: Auch in einem Herzen, dass von Angst und Zweifel befallen ist, kann sich der Frieden Gottes ausbreiten.

(Pater Björn Mrosko SJ)

 

 

Innerer Lärm  (5. April 2020)

Unsere ganze Welt lebt im Rückzug und dennoch finden viele von uns darin keine Ruhe.

Ständig neue Nachrichten und Zahlen, die Sorge um die Lieben, Gefühle von Einsamkeit und Traurigkeit, von Ausgeliefertsein und Ohnmacht erzeugen einen inneren Lärm, der uns Ruhe und Energie rauben kann. Dieser innere Lärm kann die Illusion erzeugen, von Gott getrennt zu sein, dabei ist dieser innere Lärm nichts anderes als ein Geräusch, das die stille Gegenwart, die verlässlich immer da ist, überlagert. Pater Martin Laird (Augustinermönch und Exerzitienbegleiter) bringt es in einem seiner Bücher wie folgt auf den Punkt: „Die Praxis der Kontemplation enthüllt allmählich die stille Gegenwart, die durch den Schlamm und das Schilf und das Rauschen von Lärm und Klang fließt.“

Was kann mich dabei im Alltag unterstützen, durch das Rauschen und den Lärm die stille Gegenwart dahinter zu suchen?

Vielleicht können diese Erfahrungen als ein erster Schritt zur täglichen Praxis der Kontemplation führen. Eine gute Anleitung ist zu finden unter: www.kontemplation-in-aktion.de.

Die Übungen verändern nicht unsere derzeitige Realität, aber sie können dabei unterstützen, für einen kurzen Moment die stille Gegenwart Gottes zu erfahren und uns Ruhe, Kraft und Verbundenheit schenken.

(D.S.)

 

 

Brüder singt ein Lied der Freude  (4. April 2020)

Heute ist der, ja, der wievielte Tag seit Beginn der neuen Zeitrechnung „Coronazeit“ ist eigentlich?
Ich habe kein Tagebuch geführt, warum auch? Die Meldungen überschlagen sich: seriöse, aufmacherische, angeblich und wirklich wissenschaftliche, verunsichernde, klare. Ich lese und höre sie täglich und versuche kritisch zu sein und nicht panisch zu werden.
Nur eines ist sicher: ein 120 nm, unvorstellbar winziges Virus, das Coronavirus, ist über die ganze Welt gewandert und hat in teilweise schrecklichster Form die Menschen krank werden und sterben lassen. „Die Fortsätze auf seiner kugelförmigen Hülle erinnern an eine Krone oder einen Strahlenkranz“ sagt uns Wikipedia. Unmittelbar denke ich an die Dornenkrone, an das Kreuz, das für uns Leid aber auch zugleich Hoffnung ist, Dunkelheit verbreitet und zugleich die Sonne erstrahlen lässt.

45 Tage müssten wir noch ausharren, stand irgendwo zu lesen, dann würde alles besser. 45? Ach ja, denke ich, bloß nicht 40, dann hätte es ja einen christlichen Bezug. Das geht natürlich nicht, denn so stand es ebenfalls an anderer Stelle: „Wo ist Gott? Warum lässt er das zu?“
Ich ärgere mich. Am lautesten schreien die, denen er in guten Zeiten mehr als egal ist. Aus einem sanften Ruhekissen, in das man sich wohlig gebettet hatte, hochgeschreckt, sucht man den Schuldigen, der nun die Ruhe stört.

Und genau diese Menschen müssen jetzt, wie wir alle, weil es von der Regierung angeordnet wurde, in Quarantäne gehen, ein Wort, das sich ursprünglich aus dem Lateinischen und in sehr viele Sprachen übernommen, nichts anderes als 40 bedeutet.
Unweigerlich denke ich an die von Noah nach 40 Tagen, nachdem die Arche auf Grund gelaufen war, in die Freiheit entlassene Taube, die mit einem Ölzweig zurückkehrt und ihm signalisiert, dass das Leben neu beginnen könnte. Gott reichte die Hand zum Neuanfang.

„Brüder, singt ein Lied der Freude, ihr habt Grund zur Dankbarkeit, Gottes Weg führt in die Weite aus der Hoffnungslosigkeit.“
Am vorletzten Sonntag, als alle Musiker_innen aufgerufen waren es zu spielen, habe ich es mit einem Teil der Familie und einigen meiner Schüler, jeder dort wo er war, gespielt, getragen von der Hoffnung, dass alles gut wird.

(Alexandra von Polier)

 

 

Nicht alles ist abgesagt …  (3. April 2020)

Sonne ist nicht abgesagt
Frühling ist nicht abgesagt
Liebe ist nicht abgesagt
Lesen ist nicht abgesagt
Zuwendung ist nicht abgesagt

Musik ist nicht abgesagt
Phantasie ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt
Gespräche sind nicht abgesagt
Hoffnung ist nicht abgesagt
Beten ist nicht abgesagt …

(Text: Bistum Osnabrück/Fotos: Béatrice Bossart)

 

 

Learn to relate each other from our fragility  (1. April 2020)

One thing that has marked me the most during this period of crisis due to the “Corona virus” has been how our own fragilities have become more evident. Finding ourselves in the face of a pandemic that advances and that puts us in doubt whether we will be able to overcome it, shows us that many of the assurances in which we affirmed ourselves seem to be useless and that they do not serve to sustain us in the middle of this dark night.

And that has been a common experience to everyone. In various ways we have had to deal with loneliness, reducing our social contacts, meeting with ourselves most parts of the day or only having virtual contacts by Skype or WhatsApp. In the same sense, we all share the powerlessness of not knowing how to overcome this pandemic and alleviate the pain and suffering that many are going through; we just have to stay in home and wait.

That is how the homily of Pope Francis, during the Ubi et Orbi blessing last Saturday, resounds to me, where he pointed out that “the storm exposes our vulnerability and uncovers those false and superfluous certainties around which we have constructed our daily schedules, our projects, our habits and priorities.”  I feel that the storm we are going through is stripping us, putting us in front of who we really are, confronting us with our real vulnerability, and realizing that all those supposed certainties were superfluous.

Clearly, at this time of uncertainty, Christians can experience it as an opportunity. If we were used before to relating each other from our strengths, now we have to learn to do it from our common fragility. The crisis of the Corona virus shows us that affirming ourselves in success and supposing that we are valued for our achievements, after all, has an ephemeral character if we do not assume our own humanity, with the lights and shadows that we have, and from that same humanity, that God loves completely, found our relationships with others.

When we are aware of our own weakness, we can become sensitive to the pain of the other.  Then, we realize that it is an experience we all share, and that for that same reason we have to support each other. Since that common experience we must base our solidarity, a solidarity that does not start from the private interests, instead from the "common interest" that we need to be supported from the other.

I am hopeful that when we get out of this crisis our relationships will not be carried in the same way as we did before. Our priorities cannot be the same after this crisis. Now, at this time, it is up to each of us to stop and make an exam, asking ourselves: how is the Lord calling me to renew my way of relating to others after this crisis? Let us ask to God for the grace of humility and clarity to be available for those calls that are emerging in these days of crisis of Corona virus.

(David Bruna, MAGIS Gruppe)

 

 

Dankbar  (29. März 2020)

Liebes „Kleine-Michel-Team“,

am Freitag war ich im Kleinen Michel ... „Er“ fehlt mir, die Manresa Messe fehlt mir, die „Kleine-Michel-Familie“ fehlt mir. Dennoch bin ich DANKBAR.  

-DANKBAR- Kleiner Michel

Ich fühlte Dankbarkeit und es tat so gut.
Ich saß in der dritten Bank von hinten, rechte Seite, am Rand. -Allein-
Ich saß da, kniete mich nieder und habe gebetet. In der linken Hand ein Rosenkranz (mit schwarzen Perlen), den ich von einer Freundin geschenkt bekommen habe. In der rechten Hand ein kleines goldenes Herz, ebenfalls ein Geschenk einer Freundin. -Dankbar-
Nach meinen Gebeten schweifte mein Blick durch die Kirche. Die Sonne schien. Ein Lächeln kam über mein Gesicht. -Dankbar-
Ich schaute auf die leeren Bänke. Traurigkeit überkam mich: „Was ist, wenn …?“
Ich erinnerte mich an die letzte Manresa Messe am 8. März und mir wurde warm ums Herz, ein Lächeln. -Dankbar-
Ich schaute nach links. Ein wunderschönes Bild: „Im Schöpfungshaus wohnen“… -Dankbar-
Nach einem Moment der Stille bin ich gegangen. Ich bin GOTT DANKBAR für diesen wunderschönen Moment. 

(iLuD AM)

 

 

Lieder zum Teilen  (24. März 2020)

Liebe Gemeinde des Kleinen Michel,

Ich hoffe Ihnen allen geht es gut.

Angesichts der aktuellen Situation habe ich vor, ein paar Lieder zu singen, die ich auch während der Gottesdienste gesungen habe, und auf einem YouTube Kanal hochzuladen - Ziel sind, 2 bis 3 Lieder pro Woche. Sehr gerne würde ich auch Liedvorschläge aufnehmen. Hier ist der Link zum Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=DbuRii0Ktuc

Heute habe ich z.B. das Lied ,Die Güte des Herrn' hochgeladen. Sie dürfen es gerne teilen und wenn Sie Lust haben, auch den Kanal abonnieren.

Ich wünsche Ihnen allen viel Ruhe und Gottes Frieden in dieser ungewöhnliche Zeit.


Verbunden im Gebet,
herzliche Grüße,
Josma Rodrigues

 


Gedanken zum Evangelium
  (23. März 2020)

Ich habe ein paar Gedanken zum Evangelium vom Sonntag (21. März 2020), die ich gerne mit Ihnen teilen möchte. Blindheit scheint das Stichwort für das Evangelium zu sein, genau so wie das Waschen, sich erneuern. Der heilige Thomas Morus sagte einmal, dass das Wasser das spirituelle Element sei, weil allzeit in Bewegung, dies sei nur am Rande erwähnt.

Nun kann ich aus eigener Erfahrung sprechen, auch ich war am Anfang blind, denn wie einige in der Gemeinde ja wissen, bin ich noch nicht lange katholisch. Doch ich habe die Stimme Gottes immer wieder gehört. Um dem Ruf aber zu folgen, brauchte es jemanden, der mir die Augen öffnet.
Christus hat dies in verschiedener Form getan. Er sandte seine Priester, um mir die Augen zu öffnen, er sandte mir verschiedene Zeichen, in Begegnung, Natur und Arbeit. Doch wenn ich nun behaupten würde, dass ich vollkommen sehen könnte, dann wäre das falsch, denn es würde bedeuten, dass ich alles verstehe und das tue ich selbstverständlich nicht.

Ich denke, es gibt immer Augenblicke und Momente, in denen wir sehen dürfen, in denen Christus uns sehen lässt, in den verschiedenen Formen. Ich glaube, dass man sich das so vielseitig vorstellen darf wie die Arten des Sehens der Tiere. Sehen ist vielseitig.

Jeder von uns sieht z.B. die Farben leicht anders als der andere. Manche können, wie wir wissen, gar keine Farben sehen. Doch das ist das Äußerliche und darüber hinaus geht es vielmehr um das innere Sehen.
Und es gibt Zeiten, in denen wir vielleicht nicht so gut sehen können, warum auch immer. Doch eines ist gewiss,
Gott kann uns immer sehen.  +

(James Bleyer, St. Benedikt-Gemeinschaft)

 

 

The Light of Hope  (23. März 2020)

It all started as normal Monday on 16th of March. The Corona virus was spreading with full force, people were panic-buying and empting shelfs in the shops during the last few days, while the rest of the continent was getting more and more cases of the Covid-19.

I was coming home, and walking on the sideway, looking down as if I have lost something. And yes, I've lost my job almost an hour ago and while spending the 1h of bus travel to home my hope was gradually eroding. I had no clue what am I going to do. How will I find a new job? Will I find one at all with all that pandemic virus around? Will my savings hold on until then? So many questions and uncertainty was ahead of me, without a single light of hope.

Thinking of that, I almost step on some metal thing and I was about to pass by. Then suddenly I stopped, looked back and told myself “wait a minute, what was that?” I've picked it up and seams it was a very tangled chain of a bracelet with a metal string formed into the word "hope". I tried to untangle it, but it wasn't easy. I stopped and tried harder, this time with care and patience. In a while it was fixed and indeed it was a bracelet, with still functional clipper.

I see now. This was not just a sign but a way in which the divine one pokes me saying "hey, cheer up. It's not over yet". There is still hope for me in this country. If I have patience I will find something, but no matter what happens I should not lose hope. It will be hard for sure, but my friends are here and I cannot abandon them. Just because I failed should not mean to go back as defeated, but to keep giving my best in building my dream. Happiness is not in the perfect job or career or the profit that the majority of the today’s society worships, but the friends that are beside you and support you in your hardest moments.

And so I went home. Yes, a bit sad but I contained my hope. It was right there on my hand. That small piece of metal that reminded me what I live for, was my Light of Hope. And perhaps it is what all of us need in those dark times when we have to stay at home and watch after our families or meditate on our spirituality. The virus is spreading and causing not only good people to lose their jobs, but also is taking a massive amount of lives. It will not ask what we believe in, nor will segregate us by our color or race, nor by our caste or wealth, nor by our gender or sexual orientation nor by our nationality or education.

The Light of Hope is for everyone, equally distributed just as the love of the Divine. And I hope these who read this, will find their hope in my story. Just as the One gave hope to me, so the One gives to all of us.
Written and experienced by

Simeon.

 

 

Glauben teilen  (18. März 2020)

Ich vermisse unsere Gemeinde und unsere Heilige Messe. 
Einsam und schwer ist es zur Zeit. 
Heute saß ich allein in unserer Kirche und dann kam noch jemand anderes herein. Wir kannten uns nicht.
Ich saß links bei Maria, der andere rechts bei Ansgar.
Wir haben uns verständigt indem wir uns gegenseitig zeigten, was wir aus unseren Taschen geholt hatten und haben dann gemeinsam den Rosenkranz gebetet.
Das wir unsere Hoffnung und unseren Glauben teilen und pflegen, braucht keine Erklärung.
Wir kannten uns nicht und waren doch beisammen.
Dann hat jeder für sich die Kirche wieder verlassen.

Der Blog kann vielleicht ein bisschen das ersetzen, was wir aus Vernunft meiden müssen.
Was machen andere Gemeinden?

(Peter Herbst)

Der Kleine Michel bleibt geöffnet