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Was bewegt, was gibt Hoffnung, wofür beten Sie?

Schicken Sie gerne kurze Einblicke und Gedanken, gerne auch mit Foto an: internetag@kleiner-michel.de
Die Redaktion wird wie immer die Beiträge sichten, zusammenstellen und gegebenenfalls kürzen.

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Lieder zum Teilen  (24. März 2020)

Liebe Gemeinde des Kleinen Michel,

Ich hoffe Ihnen allen geht es gut.

Angesichts der aktuellen Situation habe ich vor, ein paar Lieder zu singen, die ich auch während der Gottesdienste gesungen habe, und auf einem YouTube Kanal hochzuladen - Ziel sind, 2 bis 3 Lieder pro Woche. Sehr gerne würde ich auch Liedvorschläge aufnehmen. Hier ist der Link zum Kanal: https://www.youtube.com/watch?v=DbuRii0Ktuc

Heute habe ich z.B. das Lied ,Die Güte des Herrn' hochgeladen. Sie dürfen es gerne teilen und wenn Sie Lust haben, auch den Kanal abonnieren.

Ich wünsche Ihnen allen viel Ruhe und Gottes Frieden in dieser ungewöhnliche Zeit.


Verbunden im Gebet,
herzliche Grüße,
Josma Rodrigues

 


Gedanken zum Evangelium
  (23. März 2020)

Ich habe ein paar Gedanken zum Evangelium vom Sonntag (21. März 2020), die ich gerne mit Ihnen teilen möchte. Blindheit scheint das Stichwort für das Evangelium zu sein, genau so wie das Waschen, sich erneuern. Der heilige Thomas Morus sagte einmal, dass das Wasser das spirituelle Element sei, weil allzeit in Bewegung, dies sei nur am Rande erwähnt.

Nun kann ich aus eigener Erfahrung sprechen, auch ich war am Anfang blind, denn wie einige in der Gemeinde ja wissen, bin ich noch nicht lange katholisch. Doch ich habe die Stimme Gottes immer wieder gehört. Um dem Ruf aber zu folgen, brauchte es jemanden, der mir die Augen öffnet.
Christus hat dies in verschiedener Form getan. Er sandte seine Priester, um mir die Augen zu öffnen, er sandte mir verschiedene Zeichen, in Begegnung, Natur und Arbeit. Doch wenn ich nun behaupten würde, dass ich vollkommen sehen könnte, dann wäre das falsch, denn es würde bedeuten, dass ich alles verstehe und das tue ich selbstverständlich nicht.

Ich denke, es gibt immer Augenblicke und Momente, in denen wir sehen dürfen, in denen Christus uns sehen lässt, in den verschiedenen Formen. Ich glaube, dass man sich das so vielseitig vorstellen darf wie die Arten des Sehens der Tiere. Sehen ist vielseitig.

Jeder von uns sieht z.B. die Farben leicht anders als der andere. Manche können, wie wir wissen, gar keine Farben sehen. Doch das ist das Äußerliche und darüber hinaus geht es vielmehr um das innere Sehen.
Und es gibt Zeiten, in denen wir vielleicht nicht so gut sehen können, warum auch immer. Doch eines ist gewiss,
Gott kann uns immer sehen.  +

(James Bleyer, St. Benedikt-Gemeinschaft)

 

 

The Light of Hope  (23. März 2020)

It all started as normal Monday on 16th of March. The Corona virus was spreading with full force, people were panic-buying and empting shelfs in the shops during the last few days, while the rest of the continent was getting more and more cases of the Covid-19.

I was coming home, and walking on the sideway, looking down as if I have lost something. And yes, I've lost my job almost an hour ago and while spending the 1h of bus travel to home my hope was gradually eroding. I had no clue what am I going to do. How will I find a new job? Will I find one at all with all that pandemic virus around? Will my savings hold on until then? So many questions and uncertainty was ahead of me, without a single light of hope.

Thinking of that, I almost step on some metal thing and I was about to pass by. Then suddenly I stopped, looked back and told myself “wait a minute, what was that?” I've picked it up and seams it was a very tangled chain of a bracelet with a metal string formed into the word "hope". I tried to untangle it, but it wasn't easy. I stopped and tried harder, this time with care and patience. In a while it was fixed and indeed it was a bracelet, with still functional clipper.

I see now. This was not just a sign but a way in which the divine one pokes me saying "hey, cheer up. It's not over yet". There is still hope for me in this country. If I have patience I will find something, but no matter what happens I should not lose hope. It will be hard for sure, but my friends are here and I cannot abandon them. Just because I failed should not mean to go back as defeated, but to keep giving my best in building my dream. Happiness is not in the perfect job or career or the profit that the majority of the today’s society worships, but the friends that are beside you and support you in your hardest moments.

And so I went home. Yes, a bit sad but I contained my hope. It was right there on my hand. That small piece of metal that reminded me what I live for, was my Light of Hope. And perhaps it is what all of us need in those dark times when we have to stay at home and watch after our families or meditate on our spirituality. The virus is spreading and causing not only good people to lose their jobs, but also is taking a massive amount of lives. It will not ask what we believe in, nor will segregate us by our color or race, nor by our caste or wealth, nor by our gender or sexual orientation nor by our nationality or education.

The Light of Hope is for everyone, equally distributed just as the love of the Divine. And I hope these who read this, will find their hope in my story. Just as the One gave hope to me, so the One gives to all of us.
Written and experienced by

Simeon.

 

 

Glauben teilen  (18. März 2020)

Ich vermisse unsere Gemeinde und unsere Heilige Messe. 
Einsam und schwer ist es zur Zeit. 
Heute saß ich allein in unserer Kirche und dann kam noch jemand anderes herein. Wir kannten uns nicht.
Ich saß links bei Maria, der andere rechts bei Ansgar.
Wir haben uns verständigt indem wir uns gegenseitig zeigten, was wir aus unseren Taschen geholt hatten und haben dann gemeinsam den Rosenkranz gebetet.
Das wir unsere Hoffnung und unseren Glauben teilen und pflegen, braucht keine Erklärung.
Wir kannten uns nicht und waren doch beisammen.
Dann hat jeder für sich die Kirche wieder verlassen.

Der Blog kann vielleicht ein bisschen das ersetzen, was wir aus Vernunft meiden müssen.
Was machen andere Gemeinden?

(Peter Herbst)

Der Kleine Michel bleibt geöffnet