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Pfarrgemeinderat zum Jahresbeginn (10. Januar 2017)

PfarrgemeinderatFünf bis sechs mal im Jahr tritt der Pfarrgemeinderat (PGR) auf Einladung seines Vorsitzenden Peter Herbst zusammen. Er setzt sich aus den 10 gewählten Mitgliedern der Gemeinden vom Kleinen Michel zusammen, die 2015 gewählt worden waren. Die gehören zur deutschen, französischen oder philippinischen Gemeinde und decken recht gut das Spektrum der Erfahrungen und Aktivitäten am Kleinen Michel ab. Außerdem wurden zwei Vertreter der Jugendlichen berufen, ein Mitglied des Kirchenvorstandes entsandt, und gehören die hauptamtlichen Seelsorger dazu. Da die Sitzungen normalerweise öffentlich sind, kommen auch immer gerne Gäste hinzu.
Der PGR ist daher ein guter Ort um Fragen zu besprechen und zu planen, die das Ganze des Kleinen Michel betreffen. Dieses Mal war Norbert Hoppermann als Musiker dazu gekommen, um mit dem PGR zu überlegen, welche Chancen die neue Orgel für die Gestaltung der verschieden geprägten Gottesdienste und darüber hinaus bringen wird. Wenn ab Herbst die ersten Register bereits gespielt werden können, gilt es die Menschen mitzunehmen, damit es wirklich ein Instrument für alle wird, Mitglieder der Gemeinden, Besucher von spirituellen und kulturellen Veranstaltungen, aber auch für Gäste und Touristen, wenn etwa die Orgel regelmäßig automatisch am Mittag um 12 Uhr nach dem Angelus-Läuten ein zuvor eingespieltes Stück spielen könnte.
Darüber hinaus hat der PGR die Erfahrungen der letzten Weihnachtsgottesdienste zusammen getragen und evaluiert und auf das neue Jahr voraus geblickt. Da kommen auch die Strukturveränderungen in den Blick, die uns im Rahmen der Entstehung des Pastoralen Raumes bevorstehen und die eine Chance bieten, sich als katholische Kirche in der Hamburger Innenstadt neu aufzustellen.

Anbetung an der Krippe (8. Januar 2017)
Weit hinten in der Kirche hatten die Figuren der drei Sterndeuter den Weg begonnen zur Krippe mit dem Kind. Seit einigen Jahren wird über die Tage von Weihnachten bis Epiphanie ein Weg aus Jute und Kies gestaltet, auf dem die drei Weisen immer wieder ein Stück voran rücken. Heute nun sind sie vorne angekommen und wurden in den Sonntagsgottesdiensten die Segens-Zeichen geweiht, die die Christen in ihre Häuser mitnehmen. Und im Gottesdienst der Philippinischen Gemeinde traten noch einmal die Kinder als Sternsinger auf, die zwei Tage zuvor in der HafenCity unterwegs waren. Da huldigen sie nun einmütig mit den Holz-Königen dem Kind in der Krippe, bevor diese zum Abend hin abgebaut wird, weil die Weihnachtszeit zu Ende geht. Nur der Stern hoch oben im Kirchengewölbe soll noch bis zum früheren Ende des Festzyklus, dem 2. Februar, verbleiben.

Eisiger Pilgerweg (7. Januar 2017)
In Ratzeburg laden sie dieser Tage ein zum "Eisvergnügen". Mitten auf dem Marktplatz steht ein Zelt über einer künstlich angelegten Eisbahn. Für den heutigen Tag hätte man sich den Aufwand sparen können. Ein nebliger Nieselregen über frostigem Boden hat die ganze Gegend in eine einzige Eisbahn verwandelt. Und das an dem Tag, an dem die Manresa-Leute stolz verkündet hatten: Pilgerweg bei Wind und Wetter. Von nichts wollte man sich schrecken lassen.
In der Tat haben sich 14 tapfere Pilger aufgemacht. Mit geistlichen Impulsen entlang der biblischen Erzählung von der Huldigung der Sterndeuter wurde der Weg entlang des Ratzeburger Sees zum Ort der geistlichen Betrachtung.
Die erste Etappe ging noch gut. Zu einer Pause bei heißem Tee und Kaffee machte die Gruppe nach etwa 9 km in Pogeez Station (Das Schild auf dem Bild haben die freundlichen Gastgeber aufgestellt und weist den Weg zu heißen Getränken). Bei der zweite Etappe aber wurde die Konzentration bereits von dem biblischen Impuls auf die Frage umgelenkt: Wie vermeide ich auf dem Eis der Länge nach auszurutschen. Und als die Gruppe an der Seespitze im Norden angekommen war, wurde von der Pilgerleitung ohne Widerspruch aus der Gruppe verkündet: Wir gehen auf Nummer sicher und auf der selben Westseite des Sees wieder zurück. Die folgenden gut vier Kilometer waren denn nur noch ein Schlittern, denn selbst der Sand- und Kiesweg war von einem Eispanzer überzogen und nur auf der Grasnarbe am Rand konnte man sich noch bewegen. So fand wieder zurück in Pogeez die Wallfahrt nach nur 18 km - statt der geplanten 24 km - ihr Ende. Ein Linienbus, der tatsächlich pünktlich fuhr, brachte die Teilnehmer zur Kirche St. Answerus in Ratzeburg, wo der für unterwegs geplante letzte Impuls eine Meditationszeit einleitetete und eine Eucharistiefeier den geistlichen Teil des Tages beendetete.

Königliche Gesandtschaft in der HafenCity (6. Januar 2017)
SternsingerSternsingerSternsingerZum ersten Mal seit Jahren zogen wieder Sternsinger vom Kleinen Michel los. Früher hatten sie Wohnhäuser in der Neustadt besucht. Weil das nur am Abend ging, wenn die Bewohner zu Hause sind, war es immer schwerer Kinder dafür zu finden, da ja die Familien am Kleinen Michel aus dem ganzen Stadtgebiet kommen. Jetzt aber wurde sozusagen die "Zielgruppe" gewechselt. Durch das Ökumenische Forum gibt es Kontakte zu vielen Firmen und Institutionen in der HafenCity, die sich über einen Besuch freuen. Und da der 6. Januar dieses Jahr zugleich noch in den Schulferien lag, stand dem nichts entgegen, dass eine großes Schar loszog.

SternsingerSternsingerSternsingerSternsingerPastorin Corinna Schmidt vom Ökumenischen Forum gab den jungen Segensbringen ihre Gebete und einen Segen mit auf den Weg. Und zum Abschluss konnten die Kinder beim Empfang im Rathaus mit dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, und Carola Veit, Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, dabei sein und ihre Wünsche überbringen: Christus Mansionem Benedicat! Christus segne dieses Haus.

Die neue Orgel: Arbeiten vor Ort beginnen (6. Januar 2017)
Empore gesperrtDie ersten Vorboten der Arbeit an der neuen Orgel machen sich bemerkbar. Während in der Werkstatt im Saarland vor allem an dem Spieltisch gearbeitet wird, haben auf der Empore im Kleinen Michel die Vorarbeiten begonnen. Die Tür zur Kammer im Süden der Empore wird nach oben hin vergrößert. Hier entsteht eine Kammer voll mit Orgelregistern, die über Holz-Lamellen (Schwellwerk) mehr oder weniger stark von der Kirche aus zu hören sein werden. Wegen der dafür notwendigen Abbrucharbeiten und weil in den kommenden Wochen die Vorbereitung am Boden der Empore beginnen, ist ab sofort diese für normale Besucher gesperrt und muss die Gemeinde in den Bänken unten zusammenrücken. Wahrscheinlich wird es sinnvoll werden für die Zeit, in der die Sitzplätze oben nicht zur Verfügung stehen, unten zusätzliche Stühle neben und hinter die Bänke zu stellen. Auf jeden Fall wird sich die Zahl der Sitzplätze oben von über 100 auf unter 60 verringern, wenn dort erst die Orgel im Sommer 2018 fertig sein wird.

Pfarrerwechsel am Kleinen Michel im Sommer (1. Januar 2017)
In den Neujahrsgottesdiensten berichtete Pater Martin Löwenstein der Gemeinde von Entscheidungen, die uns kurz vor dem Fest ereilt haben: „Vierzehn Tage vor Weihnachten rief mich Pater Provinzial aus München an, bei den Jesuiten so etwas wie der Chef deutschlandweit. Er erklärte, dass kommendes Jahr einige Versetzungen anstehen. Es sollte auch mich betreffen. Daraufhin hat es einige Gespräche mit Jesuiten hier und in Süddeutschland gegeben. Für mich (und die anderen Jesuiten hier) war klar, dass eine Versetzung jetzt, nach nur sechs bis sieben Jahren, für die Arbeit hier nicht so sinnvoll sei - und daran, dass ich sehr, sehr gerne in Hamburg bin, besteht ohnehin kein Zweifel. Das alles hat der Provinzial gehört, dann aber doch nach übergeordneten und überregionalen Gesichtspunkten anders entschieden, wie das bei Jesuiten oft so ist. Ich werde also im Sommer 2017 abgelöst."
In seiner Neujahrspredigt (neujahr.kleiner-michel.de) hatte Pater Löwenstein zuvor versucht, den geistlichen Hintergrund deutlich zu machen. Die Ordens-Gemeinschaft der Jesuiten ist vor 475 Jahren gegründet worden, um flexibel der Kirche dienen zu können. Immer konkret "den Seelen helfen" und dabei doch nicht an einen Ort gebunden zu sein, ist immer das Spannungsfeld für die Arbeit von Jesuiten. Wichtig ist ihnen die innere Bereitschaft, sich senden zu lassen und sich darin den zuständigen Oberen anzuvertrauen. Die Treue zu dieser Berufung ist für Jesuiten wichtig, denn geistlich drückt sich darin die Bereitschaft aus, immer neu offen zu sein für den Ruf durch Christus in seiner Kirche. So war es auch hier: Deutlich die eigene Einschätzung der Situation und der Bedürfnisse in Hamburg im Gespräch mit den Oberen zu benennen, war Voraussetzung dafür, dass am Ende von dem entschieden werden konnte, der auch die Situation an anderen Orten berücksichtigen musste.
Dabei soll die Arbeit der Jesuiten am Kleinen Michel nicht leiden müssen. Pater Löwenstein schloss daher die Mitteilung "Ein großer Trost ist mir dabei, dass der Orden einen richtig guten, für die Aufgaben hier sehr geeigneten Mitbruder ausgewählt hat, der sich auch sehr darauf freut. Er wird jetzt dem Erzbischof von Hamburg vorgeschlagen, der zustimmen muss; erst dann kann der Name veröffentlicht werden. Aus entsprechenden Gründen kann ich leider auch noch nicht mitteilen, wohin es mich verschlagen wird.“
Nachtrag: Am 12. Januar 2017 hat das Aloisiuskolleg (Ako) in Bonn Bad Godesberg veröffentlicht, dass er neuer Kollegsleiter dort werden soll. Damit ist das auch in Hamburg mitteilbare Nachricht. Der bisherige Rektor des Ako, P. Johannes Sieber SJ, wird im Juni neuer Provinzial der deutschen Jesuitenprovinz. Pater Löwenstein wird am 2. Juli beim Sommerfest am Kleinen Michel verabschiedet und beginnt nach den Sommerferien in Bonn.